VDE Fachvortrag zum Thema Grundlagen der Elektromagnetischen Verträglichkeit und deren Filterung
Im Rahmen des von der VDE-Hochschulgruppe Schweinfurt organisierten Vortrags führte der Referent Markus Schubert die Teilnehmenden ab 14:15 Uhr durch die grundlegenden Problemstellungen der "Elektromagnetischen Verträglichkeit" (EMV). Herr Schubert gab hierbei spannende Einblicke aus seiner Tätigkeit als Field Application Engineer bei der Firma Würth Elektronik. Die Würth Elektronik, mit Fokus auf elektronischen und elektromechanischen Bauteilen, stellt innerhalb der Würth-Gruppe eines der größten Unternehmensbereiche dar.
Seit dem 19. Jahrhundert ist bekannt, dass elektromagnetische Wellen elektronische Datenübertragungssysteme beeinflussen und stören können. Diese Beeinflussung kann nicht nur durch natürliche Strahlungsquellen entstehen, sondern auch durch elektrische Geräte wie Sendern, Elektromotoren oder sogar einfache Leitungen und Kabel. Um Fehlverhalten elektronischer Geräte im Betrieb zu verhindern, ist es daher notwendig, elektromagnetischen Emissionen möglichst zu vermeiden oder deutlich zu reduzieren. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie Geräte selbst gegenüber äußeren elektromagnetischen Einflüssen geschützt werden können. Besonders sensible Systeme wie Radioanlagen, EDV-Systeme oder Herzschrittmacher müssen daher gezielt gegen elektromagnetische Störungen abgesichert werden.
Im ersten Teil des Fachvortrags erläuterte Herr Schubert verschiedene Arten von Störquellen, darunter induktive, kapazitive und galvanische Kopplungen. Ebenso stellte er unterschiedliche Maßnahmen vor, diese Störungen durch primäre, sekundäre und tertiäre Möglichkeiten zu reduzieren.
Bevor der zweite Teil des Fachvortrags begann, lud die Firma Würth Elektronik die teilnehmenden Studierenden zu einem Imbiss ein. Dabei stellte unter anderem Simon Häckner von Würth Elektronik den Studierenden verschiedene Förderprogramme sowie Unterstützungsangebote des Unternehmens für Studierende vor.
Im zweiten Teil des Fachvortrags ging der Referent auf Gleich- und Gegentaktstörungen ein. Diese lassen sich beispielsweise mithilfe von stromkompensierten Drosseln sowie mit SMD-Ferriten reduzieren. Zum Abschluss des Vortrags gab Herr Schubert den Teilnehmenden noch einige praxisnahe Tipps zur optimalen Platzierung von Filtern sowie zur EMV-gerechten Auslegung und Optimierung von Leiterplattenlayouts.
"Fachvorträge wie dieser schaffen eine wichtige Verbindung zwischen Hochschule und Industrie. Studierende erhalten dadurch einen direkten Einblick in aktuelle technische Herausforderungen und Lösungsansätze. Gleichzeitig bieten unsere VDE Fachvorträge für Unternehmen eine einfache Möglichkeit, frühzeitig mit zukünftigen Ingenieurinnen und Ingenieuren in Kontakt zu treten", betonte Prof. Markus H. Zink, VDE Bayern Sprecher Unterfranken, zum Beginn des Vortrags.
Gut informiert endete der VDE-Fachvortrag, der sich insbesondere über eine rege Beteiligung internationalen Studierenden erfreute, um 15:35 Uhr.
Ansprechpartner:
Paul Caupert (VDE-Hochschulgruppe)
Fabian Dax (VDE / THWS)
