Exkursion der VDE-Hochschulgruppe an der THWS zur Kurtz Ersa GmbH
Das Unternehmen zählt zu den weltweit führenden Herstellern von Maschinen, Anlagen und Werkzeugen für die Elektronikfertigung, insbesondere im Bereich der Löttechnik. Damit spielt Kurtz Ersa eine zentrale Rolle bei der Produktion bestückter Leiterplatten für elektronische Geräte.
An der Exkursion nahmen rund 25 Studierende teil, darunter auch einige internationale Studierende. Für die Studierenden aus Schweinfurt begann die Anreise um 08:40 Uhr mit zwei Kleinbussen der THWS. In Wertheim trafen sie gegen 10:00 Uhr auf die aus Würzburg angereisten Teilnehmenden, bevor die gemeinsame Führung durch das Unternehmen begann.
Durch das Programm führten Ralf Walk und Jörg Nolte, die den Studierenden im Rahmen eines Firmenrundgangs umfassende Einblicke in die verschiedenen Unternehmensbereiche ermöglichten. Zunächst wurde die Fertigung von Lötkolben vorgestellt, mit der die Firma Ersa seit 1921 den Grundstein ihres Erfolgs gelegt hat.
Im Anschluss erhielten die Teilnehmenden einen Einblick in die moderne Produktion hochkomplexer Lötanlagen für die industrielle Serienfertigung von bestückten Leiterplatten, die in einer eigens 2021 errichteten Werkshalle erfolgt. Darüber hinaus wurden Systeme zur Reparatur und Überprüfung von Leiterplatten vorgestellt und deren Einsatz praxisnah demonstriert.
Ein besonderes Highlight war die Demonstration eines Verfahrens, mit dem unter Chips geschaut werden kann, die mithilfe von Ball Grid Arrays (BGA) mit der Leiterplatte verbunden sind. Innerhalb eines lediglich 280 µm großen Spalts zwischen Chip und Leiterplatte konnten die einzelnen Lötpunkte sichtbar gemacht und inspiziert werden.
Nach einer gemeinsamen Mittagspause folgte die Besichtigung des Kurtz Ersa Hammermuseums, einer historischen Schmiede aus dem Jahr 1779. Der dort betriebene, mit Wasserkraft angetriebene Eisenhammer stellt den Ursprung des Unternehmensbereichs Kurtz dar. Besonders eindrucksvoll war die Vorführung des historischen Schmiedehammers durch einen Mitarbeiter des Unternehmens.
„Die Exkursion hat uns gezeigt, wie vielfältig und praxisnah moderne Elektronikfertigung ist. Besonders beeindruckend war für uns die Verbindung von traditioneller Fertigung und hochmoderner Produktion“, fasst Lukas Bergmann, Sprecher der VDE-Hochschulgruppe an der THWS, die Eindrücke der Studierenden zusammen.
Nach einer kurzen Eispause traten die Studierenden am Ende eines äußerst interessanten und lehrreichen Tages die Heimreise an, die gegen 18:00 Uhr in Schweinfurt endete.

